Replika IWC Portugieser Tourbillon Mystère Retrograde – ehrliche Eindrücke
Das 44‑mm‑Stahlgehäuse wirkt präsent und flach genug, um nicht klobig zu erscheinen. Die schmale Lünette lässt dem Zifferblatt viel Raum, wodurch das Tourbillon-Fenster einen starken Blickfang bildet.
Das Automatikwerk aus der Noob Factory (Clone des IWC‑Tourbillon) läuft ruhig; der Käfig dreht gleichmäßig ohne auffällige Geräusche. Alltagsgenauigkeit liegt im soliden Bereich, lageabhängig sind leichte Abweichungen spürbar. Der Rotor ist hörbar, aber nicht störend.
Das retrograde Datum funktioniert ansprechend: Der Zeiger wandert über das Segment und springt zum Monatswechsel zurück. Nach längerer Pause braucht es gelegentlich ein manuelles Nachstellen. Die Gangreserveanzeige reagiert plausibel und erleichtert das Nachladen am Handgelenk.
Verarbeitung überzeugt mit sauberen Kanten, gleichmäßiger Bürstung und ordentlich polierten Flächen. Zeiger sitzen zentriert, Druck und Skalen sind klar. Das Saphirglas zeigt eine wirksame Entspiegelung, unter direktem Sonnenlicht bleiben Reflexe nicht aus.
Das Lederband trägt sich angenehm weich, die Schließe hält sicher, Lochabstände sind praxisgerecht. Bei Hitze empfiehlt sich ein alternatives Band, da Leder Feuchtigkeit aufnimmt.
Mit 5 ATM ist die Uhr alltagstauglich für Regen und Händewaschen, längerer Wasserkontakt sollte vermieden werden. Die Krone bietet definierten Widerstand ohne Spiel.
Am Handgelenk wirkt die Uhr elegant trotz ihrer Größe; eng geschnittene Manschetten können anstoßen. Das Gewicht ist durch Stahlgehäuse und Lederband gut ausbalanciert, kein Kopflastgefühl.
Für 849 EUR liefert diese Ausführung ein stimmiges Paket: funktionierendes Tourbillon‑Display, retrogrades Datum und ablesbare Gangreserve im klassischen Portugieser‑Look. Wer absolute Perfektion erwartet, entdeckt kleine Toleranzen; im täglichen Einsatz hinterlässt die Uhr einen überzeugenden Eindruck.
Tourbillon Mystère und retrograde Anzeige: Bedienung, Alltagstauglichkeit, typische Schwachstellen
Bedienung: Krone in Position 0 für Handaufzug (etwa 30–40 Drehungen bei leerer Feder), die Automatik hält den Gang beim Tragen. Position 1 steuert das retrograde Datum ausschließlich vorwärts; niemals rückwärts drehen und nicht zwischen 20:00 und 02:00 verstellen. Position 2 stellt die Zeit; kein Sekundenstopp. Die Gangreserveanzeige hilft beim Timing des Aufzugs: unter niedriger Anzeige sinkt die Amplitude, daher frühzeitig nachlegen.
Retrograde Anzeige im Alltag: Der Zeiger springt nach „31“ schlagartig auf „1“. Bei Monaten mit 30 oder 28/29 Tagen am Folgetag per Krone auf den korrekten Kalendertag vorwärts stellen, niemals gegen den Anschlag drücken. Bei spürbarem Widerstand abbrechen und Zeiger zuerst über Mitternacht weiterbewegen.
Alltagstauglichkeit: 44 mm in Stahl wirkt präsent; unter enger Manschette grenzwertig. Lederband und 5 ATM taugen für Regen und Händewaschen, nicht für Schwimmen oder Dusche. Saphirglas schützt gut, Reflexe bei Sonnenlicht möglich. Der Rotor des Noob-Clone-Werks kann akustisch auffallen; typische Gangwerte liegen oft im Bereich +10 bis +20 s/Tag. Magnetfelder von Laptophüllen, Taschenverschlüssen oder Lautsprechern meiden.
Typische Schwachstellen (Noob-Clone): Rücksprungfeder des retrograden Datums kann ermüden; Resultat sind Stottern oder eine Landung vor der „1“. Indexgenauigkeit der Skala variiert, Zeiger kann minimal versetzt stehen. Die Gangreserveanzeige zeigt nicht immer exakt an. Tourbillon und Unruh reagieren empfindlich auf Stöße; ein Fall kann zu starkem Vor- oder Nachgang führen. Rotorlager und -schraube neigen zu Spiel oder Lösen, was den Aufzug schwächt und Geräusche erzeugt. Werk kommt teils mit sparsamer Schmierung; trockene Lager steigern Verschleiß. Abdichtung ist uneinheitlich, Kronen- und Bodendichtungen nicht auf Druck ausgelegt. Staubeinschlüsse unter dem Glas sind vereinzelt zu sehen.
Pflegehinweise: Beim Verstellen des Datums stets außerhalb des Nachtfensters arbeiten und nur vorwärts korrigieren. Aufzug langsam und gleichmäßig; harte Bewegungen vermeiden. Uhr nicht beim Sport oder auf dem Fahrrad tragen. Regelmäßig laufen lassen, damit Schmierstellen bewegt werden. Bei Magnetverdacht entmagnetisieren lassen. Wasserkontakt aufgrund Band und Dichtungen reduzieren. Service in einer spezialisierten Werkstatt alle 2–3 Jahre einplanen, besonders wenn Rotorgeräusche, schwacher Aufzug oder unruhiger Gang auffallen.
5 ATM und Saphirglas in der Praxis: Was ist erlaubt, wie pflegen, was vermeiden
Was 5 ATM zulässt
- Spritzwasser: Regen, Händewaschen, Spritzer beim Abwasch.
- Kurzes Eintauchen ins Süßwasser ohne kräftige Armbewegungen.
- Dusche besser vermeiden (Hitze, Seife und Druckstrahl beanspruchen Dichtungen).
- Schwimmen nur bedingt und ruhig an der Oberfläche; kein Springen, kein Sporttempo.
- Lederband trocken halten; Wasser verkürzt die Lebensdauer und verformt das Material.
- Krone stets vollständig gedrückt/verschraubt; unter Wasser keine Bedienelemente betätigen.
Pflege, Schutz und typische Fehler
- Nach Kontakt mit Süß- oder Meerwasser mit klarem Wasser abspülen, anschließend mit Mikrofasertuch trocken tupfen.
- Chlor- und Salzwasser meiden; falls es passiert, sofort gründlich spülen.
- Heißes Wasser, Sauna und Dampfbad vermeiden; Temperaturwechsel begünstigen Kondensation.
- Kein direkter Hochdruckstrahl auf Krone, Drücker oder Glas.
- Jährlichen Dichtheitstest einplanen; Dichtungen alle 1–2 Jahre prüfen/ersetzen, besonders bei häufiger Nässe.
- Lederband: bei Nässe sofort abnehmen, langsam an der Luft trocknen, nicht auf Heizkörper legen; Pflegemittel sparsam.
Saphirglas: sehr kratzresistent, aber Kanten können bei hartem Stoß absplittern.
- Stöße gegen Stein, Keramik oder Metall vermeiden; Uhr beim Sport ablegen.
- Antireflexschicht kann verkratzen: nur lauwarmes Wasser mit einem Tropfen milder Seife und ein weiches Mikrofasertuch verwenden.
- Keine Papierhandtücher, keine Scheuermittel, keinen Alkohol oder Glasreiniger.
- Bei feinem Film: mit destilliertem Wasser anfeuchten, sanft kreisend wischen, trocken nachpolieren.
Warnzeichen und Aufbewahrung:
- Beschlag unter dem Glas oder Wasserflecken auf dem Zifferblatt: Uhr trocken lagern, nicht erhitzen, zeitnah zum Service.
- Locker sitzende oder schwergängige Krone prüfen lassen.
- Abgelegt wird die Uhr glasseitig nach oben in einem weichen Fach oder Etui, getrennt von Schlüsseln und Münzen.
44 mm Stahlgehäuse und Lederband: Passform am Handgelenk, Bandwechsel, Tragekomfort
Passform und Proportionen
Das 44‑mm-Gehäuse aus Stahl wirkt präsent, bleibt dank schlanker, leicht gebogener Hörner gut tragbar. Die Krümmung legt die Uhr flach auf das Handgelenk und reduziert Kippeln. Auf mittelgroßen bis kräftigen Umfängen sitzt sie ausgewogen; bei schmalen Handgelenken kann die Spannweite der Hörner überstehen.
Polierte und satinierte Flächen wechseln sich ab und lassen kleine Spuren weniger auffallen. Das Gewicht des Stahlgehäuses wird durch das kräftige Lederband ausbalanciert, sodass die Uhr nicht zur Außenseite zieht.
Bandwechsel und Tragekomfort
Das Lederband ist an geraden Bandanstößen mit klassischen Federstegen befestigt. Der Wechsel gelingt mit Federstegwerkzeug: Steg eindrücken, Band lösen, neuen Steg mit dem Ersatzband einsetzen, Sitz kontrollieren. Für häufige Wechsel bieten sich Schnellwechsel-Federstege an.
Die Bandstärke beeinflusst die Lage am Arm: Ein gepolstertes Band stabilisiert das große Gehäuse, ein dünneres Band trägt flacher und wirkt eleganter. Alligator oder geprägtes Kalbsleder betont den Dress-Charakter; Kautschuk erhöht Schweißresistenz.
Beim Tragen passt sich das Leder nach kurzer Zeit an. Sauber gesetzte Löcher verhindern Druckstellen. Dornschließe wirkt flexibler, eine Faltschließe verteilt den Druck breiter und schont das Bandmaterial.
Pflege: Leder vor Nässe und starker Sonne schützen, nach Feuchtigkeit behutsam trocknen und gelegentlich mit farblosem Pflegemittel behandeln. So bleiben Geschmeidigkeit und Form erhalten.
Bewertungen
Amelie
Geht es euch wie mir, dass die 44-mm-Kombination aus Stahlgehäuse, Saphirglas, Lederband und Tourbillon mit retrograder Datumsanzeige unerwartet attraktiv wirkt und am weiblichen Handgelenk noch gut tragbar ist? Hält die Wasserdichtheit von 5 ATM beim täglichen Händewaschen und Regen, und arbeitet die Gangreserveanzeige stimmig mit dem Noob Factory Automatikwerk zusammen? Wie bewertet ihr Finish von Käfig, Kanten und Zifferblattdruck – sind die 849 EUR dafür gut angelegt?
Moritz
Ich bin kein Millionär, aber ich habe Augen im Kopf: warum sollen nur Anzugträger den Reiz eines Tourbillons genießen? 44 mm Stahl, Saphirglas, 5 ATM – klingt nach ehrlichem Paket. Retrogrades Datum, Gangreserve, Automatik, Lederband: genau das, was am Handgelenk zählt. Für 849 EUR mit Noob-Factory‑Klonwerk erwarte ich sauberen Käfiglauf, knackigen Rücksprung der Skala und ordentliche Regulierung. Frage an Besitzer: tickt das Teil leise? Hält das Leder einen Sommer durch oder wird’s schnell speckig? Service – wer macht den, oder muss man gleich neu kaufen? Wenn das Ding stabil bei +2 bis +6 s/Tag läuft und die Krone dicht sitzt, ziehe ich den Hut. Markenaufschlag können sich die Reichen leisten, ich will Leistung pro Euro. Wenn es nur Blendwerk ist, sagt es offen – ich brauche keine Vitrine, ich brauche Alltag.
SeebriseAnna
Wie rechtfertigen Sie 849 EUR für einen Noob-Clone mit Tourbillon, Retrograde und Datum, der mit 5 ATM und „Saphirglas“ lockt? Ich als Käuferin sehe eine Lotterie: Wer wartet das Klon‑Werk, wenn das Tourbillon eiert; wie konstant sind Gang und Reserve nach drei Monaten; ist das Glas wirklich Saphir und die AR‑Beschichtung sauber; hält das Lederband Schweiß und Alltag aus oder färbt es ab; sind 44 mm am Arm mehr als gestylte Studiofotos; was sagt der Zoll zum Markenklon; gibt es eine belastbare Garantie und echte Druckprüfung statt Prospektlyrik; und warum sollte ich nicht lieber für ähnliches Geld eine kleine Marke mit Service nehmen – oder ist das alles nur feiner Etikettenschwindel?
Johanna Wagner
Als Frau mit schmalem Handgelenk war ich skeptisch, aber mein Handgelenk hat Applaus gegeben. 44 mm klingt riesig, doch am Lederband sitzt das Ding wie ein gut erzogener Keks – knusprig, aber nicht bröselig. Das Tourbillon dreht wie ein kleines Karussell, ich könnte ewig draufstarren und vergesse dabei das Datum (gut, dass es eins gibt). 5 ATM heißt: Hände waschen ja, Synchronschwimmen nein – verstanden! Saphirglas ist für mich: weniger Kratzer, mehr Glitzer. Stahlgehäuse? Fühlt sich solide an, wie „bitte nicht fallen lassen, Schätzchen“. Automatikwerk surrt leise, mein Herz auch. Für 849 EUR wirkt das Paket überraschend schick. Wenn die Gangreserve so brav ist wie versprochen, bekommt meine Schmuckschublade Konkurrenz. Liebe auf den ersten Tick.
Lukas Müller
Ich bin ein Mann mit wenig Geduld für Blendwerk: 44 mm Stahlklotz am Arm, ein Loch-im-Zifferblatt-Tourbillon für Show, dazu ein retrogrades Datum, das wie ein hinkender Esel zurückspringt. 5 ATM? Planschbecken-Niveau. Saphirglas? Ach was, das hat längst jeder Billigheimer. Lederband wirkt steif wie Presspappe, und das Klonwerk aus der Noob Factory ist die Einladung zum Service-Desaster. Automatik, klar – aber wenn der Rotor schnarrt, hilft kein Prospekt. 849 EUR für eine Kopie ohne Herkunft, ohne Wert, ohne Gesicht – wer das kauft, kauft Lärm und Einbildung. Ich nenne das eine peinliche Uhr für Leute, die Prestige mimen wollen und am Ende mit Null Wiederverkaufswert dastehen.
